• Faustrecht / North Star 3x09 - 5.9 / 10

    Plot:
    Archer, T'pol und Trip landen auf einem Planeten der eine menschliche Zivilisation beherbergt, die noch im Zeitalter des Wilden Westens steckt. Nebenher existiert noch eine weitere Rasse, die Skagaraner, die ein Sklavendasein fristen muss. In der Vergangenheit entführten die Skagaraner die Menschen, um sie als Sklaven zu missbrauchen, doch die Menschen führten einen Aufstand, und raubten ihren Entführern ihre Rechte.

    Archer freundet sich mit Bethany, einer Lehrerin an, die junge Skagaraner verbotenerweise unterrichtet. Als sie deswegen gefangen genommen wird, verhilft ihr Archer zur Flucht, doch sie wird angeschossen. Im letzten Moment kann er sie und sich hochbeamen, damit löst er allerdings Furcht unter den Menschen aus, die glauben dass die Skagaraner zurückgekehrt sind.

    Archer beschließt mit einem Shuttle wieder zurückzufliegen, und sie darüber aufzuklären dass er von der Erde stammt, und dass sie eines Tages wieder zurückkehren könnten. Just in dem Augenblick tauchen einige Cowboys auf, die Archer und sein Landeteam für Agenten der Skagaraner halten und fangen ein Feuergefecht an, das sie aufgrund des Technologieunterschiedes verlieren.

    Man hinterlässt den Menschen dieses Planeten, neben den Versprechen eines Tages zurückzukehren, die geschichtliche Datenbank der Erde der letzten 300 Jahre, und setzt die Suche nach den Xindi fort.

    Review:
    YEEEEEEHAAAW…wenn Whiskey wie Wasser fließt, das Pferdegetrappel die einzige Melodie ist, die du tagelang hörst und die Luft plötzlich von Phaserfeuer erfüllt ist, dann weiß man…das die Enterprise offensichtlich eine Art von Zeitreise unternommen hat.

    Der Wilde Westen und Star Trek haben mehr gemeinsam als es den ersten Anschein hat, sollte doch die Serie eigentlich eine Art von 'Cowboys in Space' werden, da Western in der damaligen Zeit extrem beliebt waren. Die Idee wurde wieder fallengelassen das einzige was noch daran erinnert ist immer noch der Name Star „Trek“ selbst, der sich nicht mehr geändert hat. Ganz hat man den Wilden Westen dann ja nicht vergessen: TOS: Spectre of the gun / Wildwest im Weltraum und TNG: A fistful of Datas / Eine Handvoll Datas sind Stellvertreter dafür und die Folge troff gerade zu vor Westernklischees, was ich der Episode allerdings nicht so übel nehme, da es genau diese erfrischend mit dem Sci-Fi verbindet und es auch noch Trekkische Grundelemente, mit der Mensch/Skagaraner Beziehung, enthält. Fieslinge, einen Sheriff mit harter Schale und weichem Kern, eine schöne Frau, einen Saloon und natürlich eine Schiesserei - Die Episode hat alles was ein Westernherz begehrt. Auch sonst ist die Handlung durch ihre Klischees zwar altbekannt, war aber an und für sich unterhaltsam, (man denke nur an T'Pol's erstaunten Blick auf das Pferd, oder Reed's Lösung bei T'Pol's Geiselnahme), und hatte ihr (Western-)Flair.

    Die Skagaraner waren Mittel zum Zweck und dürften als Allegorie auf Schwarze in dieser Zeit gedacht sein; auch ihnen wurde Bildung verwehrt - Ein dummes Volk rebelliert nicht. Auch wenn es etwas unter der Westernepisode untergegangen ist, so war die Allegorie willkommen.

    Wirklich negatives gibt es nicht zu bemängeln; vielleicht war manches aber dann doch ZU klischeehaft, wenngleich für eine Westernepisode sicher nicht unnotwendig. Dazu zählt vor allem der Bösewicht und der Sheriff, die man wohl aus einem x-beliebigen Western geholt hat. Auch die Aussprache mit Texanischem Dialekt und einige Sätze („Ich bin nur auf der Durchreise“ oder „Verlassen sie meine Stadt“) sind Zeugen der Westernkopie.

    Eine andere Sache ist die Stagnation der Menschen auf diesem Planeten: Man ist in der Lage Eisen zu schmieden, Whiskey zu brennen und offensichtlich Waffen herzustellen - aber immer noch nach 300 Jahren ohne nennenswerten technischen Fortschritt ist man nicht zu mehr in der Lage? (Natürlich nicht, sonst wäre es keine Westernepisode )

    SFX und Soundtrack:
    Es gab für Westernvorlage erwartungsgemäß wenig Effekte, zumindest keine Sci-Fi Effekte im großen Stil. Dafür war die Stadt und das Ambiente des Wilden Westens (oder zumindest unsere Karl Maysche Vorstellung davon) gut eingefangen.

    Nach dem Hänger der letzten Woche in Twilight, war der Soundtrack diesmal nicht nur ausgezeichnet: Die Mischung zwischen Star Trek und Western Soundsampeln war geradezu phänomenal!

    Wertung:
    Es war auf jeden Fall ein unterhaltsamer Abstecher in ein anderes Genre - manchmal vielleicht etwas zu stark klischeebehaftet, aber immer noch eine gute Unterhaltung, die sogar einen ernsteren Unterton mitklingen lässt. Howdy, ich habe gesprochen! (oder so ähnlich)
    5.9 / 10
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