• Exil / Exile 3x06 - 5,7 / 10

    Plot:
    Hoshi wird auf ungewöhnliche Weise von einem mächtigen Telepathen kontaktiert, der der Enterprise helfen will, mehr über die Xindi herauszufinden, aber nur unter der Bedingung, das Hoshi eine Zeitlang bei ihm bleibt.

    In der Zwischenzeit untersucht die Enterprise eine zweite Sphäre, um mehr über die Expanse herauszufinden. Es stellt sich heraus, dass es mehrere Sphären gibt, die die Expanse künstlich erhalten.

    Der Telepath versucht inzwischen Hoshi mit verschiedenen Mitteln dazu zu bewegen, zu bleiben; dennoch gelingt es ihm nicht. Als die Enterprise zurückkehrt, bedroht er sogar das Schiff, aber letzten Endes lässt er sie ohne Informationen zu den Xindi ziehen.

    Wenig später jedoch ändert es seine Meinung, und versorgt die Enterprise mit Informationen zu einer Xindi Kolonie, in der ein Teil der Waffe gebaut wird, die eines Tages die Erde vernichten soll.

    Review:

    Die Schöne und das Biest in der Enterprise Version; eine alte Thematik, mit nicht viel Neuem. Dennoch gibt es markante Unterschiede: Die Romantik, die normalerweise bei solchen Geschichten gang und gebe ist, wurde weggelassen (nicht das ich es vermisst hätte) und auch sonst war Hoshi immer eine abgeklärte Person; sie zog auch nicht nur eine Sekunde in Betracht bei ihm zu bleiben, oder sich gar mit ihm anzufreunden. Das ist aber nicht negativ per se, allerdings fehlte mir der charakterliche Tiefgang, der diese Episode zu einer der besten machen hätte können. Wenn Hoshi ständig blockt (was durchaus in dieser Situation normal ist) und nur der Telepath mehr über ihren Charakter sehen lässt, kann man zwar etwas erfahren, aber dennoch wäre es besser gewesen, Hoshi neugieriger zu machen, und ihre Scheu etwas überwinden zu lassen.

    Der Hauptplot war dennoch gut inszeniert, zumindest bis zur Hälfte der Folge, danach wird die Folge ziemlich vorhersehbar und verliert deutlich an Spannung. Der Hauptgrund warum der Hauptplot trotzdem einen gewissen Reiz hatte, war sicherlich Tarquin bzw. der Schauspieler hinter ihm. Er überzeugte mich und brachte die Folge wirklich zum Glänzen, obwohl das Drehbuch nicht allzu viel hergab und ihm damit die Chance verwehrte, wirklich mehr zu zeigen.

    Linda Park spielte ihre Rolle. Mehr kann man wohl nicht sagen, da es eigentlich kaum in ihre Schuld fällt, das das Drehbuch wie oben erwähnt; ihr die Chance dazu nicht gab. Mit diesem Duett wurde einiges ausgelassen.
    Trotz dessen, dass der Tarquin den Charakter von Hoshi, mehr als sie selber porträtiert, lernen wir mehr von ihr; etwas das positiv bewertet werden sollte, hat man doch schon fast wieder auf sie vergessen. (Kurioserweise könnte man ihr zurückhaltendes Benehmen, und damit das Fehlen von Hoshi in den Episoden, gut als Entschuldigung nehmen).

    Wie ich schon geschrieben habe, ist der erste Teil der Episode spannend gemacht worden. Am meisten gefiel mir die Szene mit Hoshi im „Warroom“, die einen Touch von Suspense hatte. Während wir letzte Woche mit einem gewissen B-Movie Horror beglückt wurden, waren die Anfangsszenen spannender als so manche 'gruseligen' Szenen in der vorigen Folge. Überraschenderweise löste sich das ganze schnell auf um zur eigentlichen Geschichte zu kommen; das war dann doch sehr abrupt. Ganz verstehe ich auch die Sache um das Bleiben von Hoshi nicht gerade; natürlich notwendig um den Plot in Gang zu bringen, bleibt dennoch ein fragender Ausdruck in meinem Gesicht zurück: Fragt Archer nicht nach, warum Hoshi bleiben muss?

    Der Rest des Plots wird von dem bestimmt, was ich oben schon beschrieben habe; dazu ist eigentlich nicht mehr zu sagen. Etwas fiel mir allerdings noch auf: Die Umgebung war sicherlich auf das „Schöne und das Biest“ Setting ausgelegt; die Räumlichkeiten waren sehr schlossartig mit Doppeltüren und Kerzenschein. Auch sonst war klar woher die Grundthematik her kam: Das 'Biest' das verlassen in einem einsamen Schloss lebt und nach einer Frau für's Leben sucht, beispielsweise, oder auch die mentale Projektion, vom 'Biest' in einer menschlichen Version.

    Der Nebenplot geizte nicht mit Effekten, allerdings war das Ergebnis des Nebenplots weit interessanter als der Nebenplot selbst. Meiner Meinung nach, hätte man mehr davon für den Hauptplot opfern können, anstatt bsp. Archer und Trip beim Shuttle herunterschießen zuzusehen.

    Um zum Ergebnis des Plots zurückzukommen: Es wird jetzt klar das die Expanse künstlich ist: (Es ist sehr wahrscheinlich, das bei der Auflösung der Xindi-Reihe, die Expanse aufhören wird zu existieren) Damit gibt man dem Storybogen mehr Spannung; und ich hoffe das man alle Fragen die man jetzt aufwirft auch wirklich beantworten kann.

    SFX und Soundtrack:
    Es wäre für die Episode an sich nicht notwendig gewesen die Leute aus der SFX Abteilung zu bemühen, sie machten dennoch ihren Job, wie schon üblich, sehr gut.

    Der Soundtrack war ebenfalls passend, es ist schon erstaunlich wie eine Serie dadurch gewinnen kann, wenn die Soundkulisse gut mit einhergeht. Langsame und leicht geheimnisvoll klingende Töne für den Hauptplot, wechseln sich hervorragend mit den gefährlich klingenden Takten für den Nebenplot ab.

    Wertung:
    Eine halbwegs gute Charakterepisode, mit dem „Schöne und das Biest“ Thematik (plus deren Umgebung und Anleihen), ohne dass der Charakter der eigentlich die Episode ausmachen sollte, wirklich etwas beiträgt. Guter Anfang, aber mit abnehmender Spannungskurve; da die Handlung gegen Ende zu offensichtlich wird. Noch einmal möchte ich hier positiv den Schauspieler hinter dem Telepathen hervorheben, der die Folge sicherlich verbessert hat.
    5,7 / 10
  • Kalender

    Juli   2018
    So Mo Di Mi Do Fr Sa
    1 2 3 4 5 6 7
    8 9 10 11 12 13 14
    15 16 17 18 19 20 21
    22 23 24 25 26 27 28
    29 30 31