• Transformation / Extinction 3x03 - 4,8 / 10

    Plot:
    Archer hat in der Xindi-Datenbank, die sie letztes Mal vom Piratenschiff downloadeten, den letzten Planeten lokalisiert, den die Xindi vor ihrem Zusammentreffen mit den Piraten besuchten. Doch fast direkt nachdem Archer, Hoshi, Reed und T'Pol auf dem Planeten landen, verwandeln sich alle außer T'Pol in eine fremdartige Spezies.

    Mit einem zweiten Team gelingt es Trip, Reed gefangen zu nehmen, und ihn auf die Enterprise zu bringen. Währenddessen schwenken zwei Alienschiffe in den Orbit und verlangen dass Reed ihnen übergeben wird, da er, laut der Aussage der Aliens, Opfer eines irreversiblen Virus geworden ist. Dasselbe gilt natürlich auch für den Captain und Hoshi.

    Auf dem Planeten machen sich die zwei mit T'Pol vom Instinkt getrieben auf, einen Ort zu finden, nur um festzustellen, das er schon lange verlassen ist. Gerade als das Team der feindlichen Schiffe versucht, sie zu töten, greift Trip ein. Nachdem alle wieder auf der Enterprise sind gelingt es dem Doktor ein Antivirus zu züchten, das die Crewmitglieder wieder in ihren menschlichen Zustand versetzt.
    Review:
    Alte Völker die am Aussterben bzw. ausgestorben sind und ein Testament ihrer Zivilisation zurücklassen, ist beileibe kein neues Thema. Nicht nur in Star Trek sondern auch überhaupt im Bereich des Sci-Fi. TOS hatte sogar mit der ersten Folge, (dem eigentlichen Piloten The Cage / Der Käfig) mit einer alten Rasse zu tun die einen Weg suchte um zu überleben.

    Diese Episode war da kaum anders und die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt. Die Grundstory ist simpel, gespickt mit den üblichen Bösewichtern.

    Und doch, die Folge hat trotz dessen ihre Momente. Wenngleich die Schauspieler auf einem schmalen Grat zwischen Lächerlichkeit und Ernsthaftigkeit balancierten - es sah doch größtenteils glaubwürdig aus, besonders der Teil als sie nach Essen suchten, hatte etwas für sich und wirkte nicht aufgesetzt.

    Auch rundherum hat man bei den Kleinigkeiten nicht gespart, so konnte man Archers Verwandlung nicht nur äußerlich, sondern durch Tricktechnik auch innerlich betrachten. Wir durften auch einen Blick durch ihre Augen werfen, der uns klarmachte, dass sie nicht dasselbe Farbenspektrum wie wir Menschen sehen; eine gute Idee.

    Die Autoren haben endlich eingesehen, das der Transporter existiert und gleich eine Erklärung mitgeliefert, warum man ihn nicht einsetzten kann. Wenngleich die Erklärung selber wiederum einen Haken hat. Worin liegt der Unterschied wenn ich jemanden hinaufbeame oder im Shuttle bringe? Und nun auch die Minuspunkte: Über die Logik von Viren die jemanden in eine andere Rassen verwandelt, möchte ich mich nun nicht auslassen - der Sinn der Episode war es offenbar nicht wissenschaftlich glaubwürdig zu wirken. Ein weiterer Punkt war das Auftauchen der 'bösen' Jungs; zu vorhersehbar war deren Handeln.

    Trip bemerkt es: Warum war der Planet nicht gekennzeichnet? Der Alien Captain sagte ja dass durch den Virus Millionen befallen waren - da wäre ich doch versessen darauf, die Quarantäne ordentlich zu markieren. [Na dann hätten wir ja keine Folge gehabt ]

    Der wirkliche Aufreger der Episode war wohl der Virus an sich; Dr. Phlox bezeichnete es sogar als genial, auch sonst schien es mir eher so, als wäre es legitim den Fortbestand der Rasse zu sichern, in dem man mit einem Virus entwickelt, der eine andere Rasse in die seinige verwandelt. Paradoxerweise, war gerade der Virus für eine gute Schlussszene zu gebrauchen. Es war beeindruckend von Archer zu hören, dass er in dieser Mission, in der es darum geht die Xindi zu stoppen, keine Rasse auslöschen will und sei es nur symbolisch, in dem er den letzten Rest dieser Viren vernichtet. Sie es wie es sei, das alles hinterlässt trotz moralischen Grundgedanken einen eher schalen Geschmack.

    Wo wir gleich bei Archer sind; ich hoffe das er nicht dasselbe Schicksal erleidet wie zum Beispiel Seven in Voyager: In einer Folge denkt man, sie hat einen Fortschritt gemacht, in der nächsten ist es so als sei nie etwas passiert. Hier dasselbe: In der letzten Folge war er ein zu allem entschlossener Mann, hier ist er eher wieder weich. Vielleicht lässt man Archer tatsächlich nun über seine Mission nachdenken - an der Zeit wäre es. Nur darf man nicht einfach jede Folge einen anderen Charakter zeigen, das wird unglaubwürdig. [Seitennote: Wer das Promo zur dritten Season gesehen hat, dem wird aufgefallen sein, das Trip darin den Captain ohne Helm gegenübersteht, am Kragen packt, und erklärt das sie die 'Kreatur' aus ihm herausbekommen werden. Interessant; denn die Szene fehlt jetzt. Ich frage mich ob hier nicht vielleicht eine andere Story geplant war]

    SFX und Soundtrack:
    Mir fällt auf das man mehr und mehr darauf setzt, selbst Kleinigkeiten trickreich zu gestalten - ein Umstand der der Serie garantiert nicht zum Nachteil gereicht. Ich habe zwar in letzter Zeit auch in anderen Serien öfter solche Röntgenblicke gesehen, nichtsdestotrotz war es ein guter Einfall, bei der Verwandlung einen Blick unter die Haut zu werfen.

    Auch die Alienschiffe die der Enterprise nun immer begegnen, sind allesamt neu designt und keine Kitbashes mehr.

    Die Stadt sah vielleicht einen Tick zu stark nach CGI aus; war aber ansonsten gut gelungen.
    Der Soundtrack bleibt auf einem hohen Niveau, Enterprise ist immer mehr drauf und dran, sämtliche ST Serien damit zu überholen.

    Wertung:
    Also gut: Schauspiel 'sehr gut'; Story 'mäßig', einige Logikfehler. Was macht man mit so einer Episode? Weil das eine sehr gut ist, und das andere zusammengenommen einen negativen Gegensatz darstellt, würde ich es eher als dann doch als Durchschnitt betrachten.
    4,8 / 10
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