• Die Xindi / The Xindi 3x01 - 5 / 10

    Plot:
    Sechs Wochen nachdem sie in die Delphic Expanse eingedrungen sind, bekommt die Enterprise eine Nachricht von einer Minenkolonie, in der ein Xindi arbeiten soll. Sie wollen ihn um die Koordinaten für die Heimatwelt seiner Rasse bitten. Währenddessen berät sich der Rat der Xindi, wie man mit der Enterprise am besten vorgehen sollte.

    Der Besuch von Archer und Trip, erweist sich als Falle vom Besitzer der Mine, der unbedingt neue Sklavenarbeiter gewinnen will. Doch dem neue Team der Elitesoldaten, das seit dem Aufbruch von der Erde mit an Bord ist, gelingt es sie zu befreien. Der Xindi stirbt jedoch bei der Rettungsaktion, kann ihnen aber noch Koordinaten liefern, die allerdings in einem Asteroidenfeld enden.

    Tucker hat immer noch Probleme den Tod seiner Schwester zu überwinden, und schläft daher sehr schlecht. Phlox schlägt daher T’Pol vor, Trip eine vulkanische Technik, die beim Einschlafen helfen soll, zukommen zu lassen.

    Review:
    Diese Folge leidet vor allem unter einem Manko: Sie muss jetzt das schnell durchziehen, was The Expanse verabsäumt hat. Das betrifft vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander. Gut wir haben noch viele Episoden vor uns; da gibt es wohl Zeit genug; aber in meinen Augen scheint auch hier wieder alles voll gepackt und überhastet zu sein.

    Beginnen wir aber einmal mit den Gegnern der nächsten Saison: Den Xindi. Wie man vielleicht bereits in meinen Reviews festgestellt hat, bin ich nicht sehr erpicht darauf jeden Technobabble genauer unter die Lupe zu nehmen. Diesmal muss ich aber zumindest darauf hinweisen, das es unter keinen Umständen möglich ist, das Insekten, Echsen und Säugetiere; einen genetischen Code miteinander teilen bzw. das er Ähnlichkeiten aufweist. Der Vergleich Mensch - Neandertaler den Archer trifft, kann daher nicht ernst genommen werden, da es sich bei beiden um hominide Spezies gehandelt hat. Es wäre viel logischer gewesen, sie alle am selben Planeten aufwachsen zu lassen, ohne das sie ihre DNA miteinander teilen.

    Nun gut, so unlogisch das eben ist, so interessant ist die Tatsache, dass erstmals in Star Trek eine Multirasse zum Zuge kommt und dazu noch so eine die unterschiedlicher nicht sein kann: Eine ist Menschenähnlich, eine Wolfsartig, eine ist Echsenähnlich und die anderen zwei Vertreter könnten gar nicht mehr aus dem Rahmen fallen: Eine lebt unter Wasser und die letzte ist Insektoid; wobei beide sogar eine eigene Sprache besitzen, die untertitelt wurde. Das ist ebenfalls erwähnens- und lobenswert. Sonst sprechen die meisten Völker aus Star Trek meist eine Sprache. Das die beiden restlichen Spezies sehr gut CGI animiert worden sind, setzt dem ganzen die Krone auf! Sehr gute Leistung von Westmoore und seinem Team.

    Während die Vorstellung der Gegner sehr gut war, hat man mit der Vorstellung der MACO’s erwartungsgemäß Probleme, bis auf eine Unterhaltung mit Hoshi, ein Clichéaustausch mit Reed und ihrem Einsatz später, kommen sie so gut wie gar nicht vor. Ich verstehe gar nicht wozu man sie eigentlich benötigt: Man hat genug mit den Hauptcharakteren zu tun, und ausgebildete Sicherheitsleute sollte die Enterprise seit ihrem Start haben.

    Unter anderem kommt es dadurch auch Trips Problem mit dem Tod seiner Schwester zu kurz. In „The Expanse“ hat man das schon vernachlässigt, dabei war die Traumszene sehr gut gemacht; er sieht seine Schwester sterben, daraufhin wacht er ganz schweißüberströmt auf und plötzlich Schnitt und man sieht nur den dunklen Bildschirm. Sehr stimmungsvoll gemacht, und es trug viel zur Dramatik bei.

    Nun, wie man sich seines Problems angenommen hat, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Diese vulkanische Massage, in der T’Pol ihren Oberkörper freimachen muss; war nicht notwendig. Auch die Kommentare von T’Pol dahingehend (“Härter, Fester" ?) waren eindeutig. Ich will es so sagen; Sex ist ein Bestandteil unserer Gesellschaft, das sehe ich ein. Es ist auch seltsam, dass wir noch immer nicht von Paaren an Bord des Schiffes gehört haben. Allerdings setzen die Produzenten zum wiederholten Male, auf billigste Weise auf Mrs. Blalocks Körper, es geht mir gelinde gesagt schon auf die Nerven.

    T’Pol selbst hat nun ein neues Outfit, (sie ist ja nicht mehr Teil des Vulkanischen Kommandos) das ihr deutlich besser steht als der letzte Catsuit. Sicher es ist immer noch eng anliegend; und figurbetont, aber es wirkt nicht ganz so aufdringlich wie der braune Vorgänger.

    Wieder zurück zum Plot: Bevor ich dieses Review geschrieben habe, war ich auf einigen Foren unterwegs um mir die Meinungen anzusehen; und siehe da: Alle waren sich einig, das Archer ein kompletter Idiot sein muss, wenn er zum x-ten Mal in Gefangenschaft gerät!

    Gut, ich sehe irgendwo ein das er Reed anschnauzt, weil sie noch immer keine Informationen zu den Xindi haben, und ich sehe auch ein, das er jeden fragen will der ihm über den Weg läuft, doch ich sehe nicht ein, warum er Reed’s Urteil über den Minenvorarbeiter nicht vertraut, und ein Sicherheitsteam mit nach unten nimmt; davon hat er ja mit den MACO’s mehr als genug. Nein, die kommen erst zum Einsatz als sie Archer aus der Gefangenschaft befreien müssen; natürlich mit einem ordentlichen Maß an Action.

    Wo wir gleich bei dieser Actioneinlage sind; die Waffen der MACO’s sahen eher aus, als würden sie in das 24. Jhdt. gehören; aber damit wird man leben müssen, wenn man eine Show aufbaut die vor TOS spielen soll, wobei das Original eben in den 60ern gedreht worden ist.

    Wem fällt etwas auf? Richtig; ich bin eigentlich relativ wenig auf den Hauptplot eingegangen. Das liegt eben daran, dass die Episode so wie The Expanse einfach zuviel, in zu wenig Zeit behandeln wollte, ganz abgesehen davon, das nicht wirklich viel auf Archers Außenmission passiert ist, außer dem Gefangengenommen-und-befreit-werden Schema. Gut es gab einige Details dir mir gefielen: Der Minenvorarbeiter, der immer wieder inhalieren müsste beispielsweise. Was mir besonders gut gefiel, war die Kameraführung, so folgte sie ihnen den Gang mit sehr vielen Schwenks, gerade so, das es eine frostige Atmosphäre vermittelte.

    SFX und Soundtrack:
    Wow; beides war ausgesprochen gut. Das Thema das bei der Annährung der Enterprise auf den Planeten gespielt wurde, war sensationell und richtiggehend einhämmernd. Auch ansonsten war nicht viel zu meckern…..bis auf die geänderte Intro-Melodie die ich hier zwar nennen, aber nicht in die Wertung einfließen lassen werde.

    Ich fand die Intro-Musik immer gut, sie passte einfach zur Prämisse der Serie: des Aufbruches, des Erforschens und des Pioniergeistes. Dazu kommt noch diese wirklich gute Bildercollage, die sehr gut damit korrespondierte - vielleicht nicht Star Trek typisch, aber das Experiment mit der neuen Titelmelodie gelang in meinen Augen.

    Doch nun? Hintergrund (der bei belassen wurde) und Musik sind völlig asynchron; das Lied selbst erinnert mich eher ein Kinderlied, einen Freund von mir erinnerte es an einen Lagerfeuersong. Locker, leicht und fröhlich - und auch schon fast lächerlich.

    Die SFX Effekte waren der Folge zuträglich. So waren die Mine, das Asteroidenfeld, die Anomalie der fliegenden Frachtcontainer, und natürlich die CGI Xindi hervorragende Arbeit.

    Wertung:
    Die Episode hinkt wie ich schon erwähnt habe vor allem dadurch, dass sie zuviel versucht. Die Xindi waren eine hervorragende Idee, wenn auch biologischer Blödsinn. Das Archer in dem Review kaum auffällt, liegt daran, dass er einfach nicht über sein Holzpuppenschauspiel herauskommt, selbst wenn (vielleicht gerade dann) er wütend wird, kaufe ich ihm das einfach nicht ab. Noch dazu wird Archer wieder einmal gefangen genommen.

    Die MACO’s kamen zu kurz, genauso wie Trip’s Problem, dessen Behandlung eine äußerst merkwürdige Form annimmt….

    Je mehr ich darüber nachdenke umso niedriger will ich es bewerten und dabei war die Episode an sich nicht so schlimm, was an kleinen Details und der gelegentlichen Spannung gelegen haben mag und natürlich auch an den Xindi.

    5 / 10
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