• Kopfgeld / Bounty 2x25 - 2,3 / 10

    Plot:
    Archer wird vom tellaritischen Kopfgeldjäger Skalaar gefangen genommen. Es stellt sich heraus, das er ihn für die Klingonen fing, die auf ihn ein Kopfgeld aussetzten, nachdem er von Rura Phente geflohen ist. Nach einiger Zeit gelingt es Archer den Kopfgeldjäger davon zu überzeugen ihm zu helfen. Tatsächlich gelingt Archer mithilfe Skalaar die Flucht von den Klingonen. Währenddessen wird T'pol mit einer Mikrobe infiziert, die das Pon Farr auslöst. Nur unter Schwierigkeiten gelingt es, die Mikrobe abzutöten und sie so aus dem Pon Farr zu befreien.

    Review:
    Enterprise musste sich in letzter Zeit immer öfters den Vorwurf gefallen lassen, nichts neues mehr zu bringen - und es gibt in der Tat Ideenrecycling. Das geht manchmal gut, aber öfters schlecht aus, vor allem dann wenn man seine eigenen Ideen kopiert: Wie bei Fortunate Son und Horizon, die sich extrem ähneln, gab es auch hier verschiedene Merkmale die aus anderen Folgen wiederbenutzt worden sind. Archer wird gefangen genommen und freundet sich mit dem Kopfgeldjäger an, das Szenario war dasselbe wie in Canamar. Der Crash und Archers "Hilfe" war aus Dawn wiederverwertet worden und die Flucht von dem Klingonenschiff in der Notkapsel war eine Kopie aus Precious Cargo. Abgesehen davon, ist es das jetzt das dritte Mal das Archer festgenommen bzw. entführt wird.

    Hält man den Zuschauer für komplett dämlich, und glauben die Produzenten dass da niemand draufkommt? Bounty schlägt mit dem Storyrecycling dem Fass den Boden aus. Was soll man dann noch von einer Story erwarten, die man bereits gesehen hat? Noch dazu war die ganze Story ein wenig seicht, man hat immer erwartet das jetzt etwas einschneidendes passiert, (vor allem etwas neues) aber bis auf Szenen die man schon einmal in einer anderen Form kürzlich gesehen hat war da nicht viel!!!

    Kommen wir aber das auf das sich pubertierende Teenager schon am meisten freuen: T'pols Pon Farr. Star Trek hat sich dazu bis jetzt immer bedeckt gehalten, ob Vulkanische Frauen ebenfalls darunter „leiden“ oder nicht. Insofern stellt es auch keinen Bruch dar, das T'Pol in das Pon Farr kommt, und an sich habe ich kein Problem damit, dass es eingesetzt wird. Ich habe aber Bedenken mit der Art und Weise WIE es aufgearbeitet worden ist. Die DeCon Kammer ist wirklich ein perfekter Ort um solche feuchten Träume wahr werden zu lassen. Das Licht, die Schwitzeinlagen, die Berührungen…..erinnern mich fast an einen Softporno. Oops, ich schreibe ja keine Rezession über „T'Pol gone wild“, sondern über eine Star Trek Episode!!! Als T'Pol wieder aus ihrem Pon Farr erwachte, hatte ich fast das Gefühl das die Schauspielerin sich ein wenig schmutzig gefühlt hat, denn die Art und Weise wie T'Pol sich dessen geschämt hatte, war mehr als nur überzeugend von Mrs. Blalock gespielt worden. Fast schon zu überzeugend.

    Als wäre das noch nicht genug; setzt uns diese Folge nicht nur bereits genutzte Storyelemente sondern auch bereits genutzte Schiffe vor: Die cardassianische Station war mir ein Dorn im Auge. Das Klingonische Schiff war zumindest kein Schiff aus dem 24. Jhdt und sogar eine Neuentwicklung, aber es fällt völlig aus dem Rahmen der sonstigen klingonischen Schiffe, ein völliger Missgriff, hätte man das Innere nicht gesehen, wäre es gar nicht als solches aufgefallen.

    Als einer der wenigen Pluspunkte sind die Tellariten zu verzeichnen. Ihr neues Make-Up ist wirklich vortrefflich gelungen. Die Mimik und die Gestik waren ebenfalls ausgezeichnet, mir gefiel vor allem die Szene als er sich aufregte, weil er Archer beim Sabotieren erwischte. Kaum merklich war hier mit dem Computer nachgeholfen worden, das verdient Annerkennung. Außerdem hat mir der erste Dialog über die Tellariten gefallen, in dem auf ihre Streitkultur hingewiesen worden ist. Das passt perfekt mit dem was man in TOS: Journey to Babel / Reise nach Babel bereits gesehen hat. Perfekt dazu passt das Archer sich sogar an die Audiokommunikation aus Dead Stop erinnern kann.

    Wertung:
    Was soll ich über eine Episode schreiben die eigentlich nichts Neues geboten hat? Die Story war nicht ansprechend und größtenteils kopiert.

    Das Pon Farr wurde erwartungsgemäß ausgeschlachtet, und zwar in einer Weise die ich persönlich nicht schätze. Einzig und allein die Szene in der sie erwacht, war wirklich hervorragend. Und endlich sehen wir die Tellariten. Ich bin sehr zufrieden wie sie ausgefallen sind. Einzig und allein diese zwei Punkte sind es die Bounty vor der kompletten Blamage retten. Ich wollte ursprünglich eine 3 geben. Aber nach reiflichem Überlegungen bin ich der Ansicht, dass mir dieses Recycling missfällt, es gibt zwar gutes Recycling wie Cogenitor, aber das hier war nur noch eine „Kopieren und Einfügen“ Geschichte. Und eine schlechte noch dazu.

    2,3 / 10
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