• Erstflug / First Flight 2x24 - 3,5 / 10

    Plot:
    Die Enterprise untersucht einen Nebel aus dunkler Materie, als Captain Archer eine traurige Nachricht von Admiral Forrest bekommt. Sein Freund A. G. Robinson, mit dem er zusammen am NX Programm gearbeitet hat, ist tot. Während Archer mit T'Pol in einem Shuttlepod den Nebel erforscht, lässt er noch einmal die Geschichte aus Rivalität und Freundschaft zu seinem totem Kameraden aufleben, indem er T'Pol erzählt, wie die beiden zu solch ungewöhnlichen Freunden geworden sind.

    Review
    :
    Eigentlich hört sich die Geschichte ja ganz nett an. Zwar nicht neu, aber immer wieder gut. Solche Flashbacks in die Vergangenheit ermöglichen immer eine gute Charakterentwicklung oder vielmehr eine Charaktereinsicht. So gesehen beispielsweise bei Picard in TNG: Tapestry / Willkommen im Leben. Genau wie in der TNG Folge soll es zeigen das ein bestimmter Vorfall das Leben der Captains verändert hat bzw. sie sogar zu den guten Captains gemacht hat die sie heute sind.

    Doch die Geschichte hatte Mangelerscheinungen. Ist es eigentlich immer notwendig das gute Captains gerne die Regeln brechen, um gute Captain zu sein (oder zu werden)? Mal ernsthaft: Archer stiehlt das Shuttle, riskiert sein Leben um das NX Programm am Laufen zu halten. Was stimmt an diesem Satz nicht? Star Trek hatte immer schon eine Schwäche für Regelbrecher, und deren Idealisierung. Star Trek III zeigt genau dasselbe, die Crew stiehlt heldenhaft ein Schiff, um heldenhaft Spock zu retten, weil sie es unbedingt besser wissen müssen. Im Endeffekt war es dort wie hier gerechtfertigt, Spock war gerettet, das NX Programm geht weiter, Kirk wird "degradiert" und Archer sogar Captain der Enterprise.

    Manchmal muss ein Mensch Risiken eingehen, er muss entscheidungsfähig sein, ich könnte mir vorstellen dass gerade im All solche Qualitäten gefragt sind. Aber gerade hier hatte Archer (wieder) mehr Glück als Verstand, was wenn das Schiff ebenfalls explodiert wäre? Gut es ist nicht explodiert - aber wenn, dann wäre das Programm gleich noch weiter zurückgeworfen worden.

    Und was sollte dieses „heldenhafte“ (ich merke schon ich benutze dieses Wort zu oft ) Verweigern von Robinson als er auf Warp 2.2 hinaufstieg, obwohl ein Abbruch befohlen wurde. Die Order war Warp 2 (Auch Archer sieht da nicht gut aus, den er befiehlt zuerst mehr Geschwindigkeit), nicht mehr. Übrigens war das einer der gröberen Fehler der gesamten Story. Das Schiff hielt sich bei Warp 2 ganz gut, denn das war auch die Prämisse des Schiffes; nicht Warp 2.05, nicht Warp 2.1 und schon gar nicht Warp 2.2!!!

    Wenn ein Schiff nicht dafür ausgelegt ist, darf man sich dann auch nicht wundern wenn es knallt. Es war ganz klar ein Fehler des Piloten (vielleicht auch von Archer), nicht des Konstrukteurs. Man versucht erstmal die angepeilte Geschwindigkeit zu erreichen, Daten zu sammeln und dann arbeitet man von dort aus weiter. Keith Carradine der Special Guest, spielte seine Rolle als risikofreudigen Draufgänger ab. Nicht mehr, nicht weniger. Es lag wohl vielleicht an der Story, die ihm auch nicht wirklich Freiraum gegeben hat.

    Zur Kontinuität gibt es diesmal ein großes Plus: Man sah Ruby die Kellnerin die bereits in den vorigen Folgen erwähnt wird und den Klub in dem sie arbeitete.

    Dann wurde noch New Berlin erwähnt, von der wir wissen dass es eine Stadt am Mond ist (Riker's Kommentar in First Contact), offenbar ist sie bereits zu dieser Zeit erbaut worden. Das Design der NX-Alpha und NX-Beta hat sich offensichtlich stark an der Phoenix orientiert, im Zusammenhang mit New Berlin, der zweite Zusammenhang mit First Contact. Mir gefiel dieses Design, allerdings frage ich mich warum man unbedingt im diesem Raketenstil bauen musste? Waren noch andere Interkontinentalraketen übrig geblieben?
    Die Effekte (das könnte ich eigentlich jetzt bei jeder Folge schreiben) waren wieder ausgezeichnet, ich bemerke allerdings in den letzten Folgen immer wieder Fehler - vor allem falsche Töne zu falschen Waffen. (Wie am Schluss von Regeneration). Diesmal hat man für die kleinen Sprengsätze ebenfalls denselben Sound wie für die Torpedos benutzt - erstaunlich dass so ein kleines Shuttle, Torpedos abschießen kann

    Wertung:

    Es ist zwar Star Trek typisch das jeder ein dunkles Kapitel hat, der irgendeine Disziplinlosigkeit inbegriffen war, und daraus Lehren gezogen wurden - aber diese Geschichte war definitiv schlecht erzählt und ich frage mich warum Archer sich dieses Risikogeschwafel genau von diesem Mann abschaute, der so eine fragwürdige Vorbildwirkung besitzt. Mhhh, hätte ich eine böse Zunge, würde ich sagen, das er zu stark auf Archer abgefärbt hat, wenn ich mich so an manche Folgen erinnere...

    [Update] Braga sagte nach der Folge, das es eine Botschaft an die NASA war, den bemannten Raumflug fortzusetzen…..Na das ist eine Botschaft: Werft alle Sicherheitsvorkehrungen über Bord, wichtig ist nur, das die Raumfahrt weiter betrieben wird! Zumindest ist es das was ich in der Folge sehe…

    3,5 / 10
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