• Regeneration / Regeneration (2x23) - 3,7 / 10

    Plot:
    In der Arktis finden drei Wissenschaftler Trümmer eines Raumschiffes. Nach Untersuchungen finden sie Wesen die kybernetisch verbessert wurden; und nach einiger Zeit wieder zum Leben erwachen, und die Wissenschafter angreifen….

    Auf der Enterprise bekommt man die Meldung, dass ein Shuttle von eben dieser Expedition die Erde verlassen, und in ihre Richtung unterwegs ist. Nach diversen Komplikationen, gelingt es der Enterprise durch eine List, das feindliche Schiff zu zerstören, allerdings nicht bevor es eine Subraummeldung in Richtung Delta Quadranten schicken kann, die in ca. 200 Jahren ankommen wird……

    Review
    :
    Resistance is futile. Jeder Trekker weiß sofort nach diesen drei Worten, was Sache ist. Fast genau nach 2 Jahren (das letzte mal in Endgame) Pause ist das eingetreten was sich niemand gedacht hätte; Die Borg sind zurück, wenn auch wahrscheinlich nur (hoffentlich) für diese Episode. Bei Beginn der Serie war man sich sicher; „Die Borg haben wir das letzte Mal gesehen“…..es gab zwar Scherze darüber; aber niemand hat sich das auch gedacht…..doch jetzt war es soweit.

    Jetzt nachdem ich die Folge gesehen habe, bin ich…reserviert. Ich bin nicht besonders glücklich über die Episode, erkenne aber an, dass es im Endeffekt nicht so schlecht gebracht war. Und trotzdem, wieder einmal sind es die Borg, die als Quotenfänger benutzt werden und wieder gibt es lausige Ausreden bzw. gar keine im Bezug zur Kontinuität.

    Fangen wir einmal mit dem Guten an; die Episode war spannend, die Effekte extrem gut (das bogifizierte Schiff war sehr gut gelungen), die Story (von der Kontinuität abgesehen) hatte dank der Borg, eben das gewisse Etwas, das eben nur Borg Stories haben. Die Schauspieler brachten eine gute Leistung, bis auf Reed, der für mich einfach zu zweidimensional ist, was aber nicht unbedingt die Schuld des Schauspielers ist. Mir gefiel es auch das die Binären aus TNG: 11001001 mit den Borg verglichen wurden, meiner Meinung nach ein Versäumnis, das jetzt aufgeholt worden ist. Auch der Soundtrack der Episode verdient eine Anerkennung; ich glaube auch Teile aus dem FC Soundtrack rausgehört zu haben, auf jeden Fall sehr stimmig, und gut gelungen.

    Jetzt kommen wir aber zum Eingemachten, trotz dessen das es eine interessante Idee gewesen ist Teile der Sphäre aus First Contact zu nutzen, so unlogisch ist das auch: Die Sphäre war komplett in FC zerstört worden

    1. Die Quantentorpedos haben sie in Stücke gerissen
    2. der Aufprall müsste den Rest erledigen
    3. Ich bin immer wieder über die Heilfähigkeit der Nanosonden überrascht, wir wissen ja das sie in der Lage sind Tote zu erwecken; wie es bereits bei Neelix in VOY: Mortal Coil / Leben nach dem Tod, der Fall war , das ist etwas was mir schon in Voyager aufgestoßen hat.
    4. Diese Drohnen agieren völlig selbstständig, offenbar stört es sie wenig das die Königin in FC gestorben ist, noch das sie nicht mit dem HIVE Bewusstsein verbunden sind. Ich erinnere mich an Sevens Probleme als Borg der vom Kollektiv getrennt worden ist, oder an Hugh der mir extrem verwirrt erschienen (TNG: I, Borg / Ich bin Hugh), diese Borg interessiert das nicht
    5. Picard übersieht die Trümmerstücke?

    Das geht weiter mit Phlox (obwohl John Billingsley das nicht schlecht hinbekommen hat, obwohl es teils aufgesetzt wirkte) dessen Metabolismus sich gegen die Nanosonden wehren kann; (was alleine nicht so schlimm wäre) allerdings findet er schneller eine Lösung gegen Nanosonden, als der Holodoc. Das ist nicht das einzige Mal, das Technologie des 22 Jhdt. sich besser erweist als die des 24. Stichwort Phasenpistolen: Archer und Reed fällen mehr Borg mit den Phasenpistolen als Picard oder Janeway mit den 'minderwertigen' Phasern.

    Außerdem seit wann besitzen die Borg die Möglichkeit, ganze Konsolen mithilfe ihrer Assimilationsklauen zu erschaffen? Und warum bleiben sie nicht auf der Enterprise, und fangen dort an alles zu assimilieren? Warum beamen sie gegen Ende hinaus? Nur das die Geschichte ein befriedigendes Ende hat? Und warum bleiben sie nicht überhaupt auf der Erde? Damit die Enterprise was zum zerstören hat
    Um das ganze noch zu toppen; die Enterprise erhält Fotos von der Erde, welche die Drohnen ganz genau zeigen; die Trümmerteile in der der Arktis sind immer noch vorhanden, ein Teil der Enterprise wird borgifiziert (wenn auch gering)…..und Picard hat keine Ahnung, wen er dann 200 Jahre später gegenübersteht! [Übrigens, es wurde derselbe Trick wie in Acquisition angewandt; die Borg nannten, wie die Ferengi, ihren Namen nicht und man hörte nur ein abgehacktes „You will be assimilated; Resistance is futile“ (es war zu hören das da jemand das berühmte Tonfile das ja normalerweise mit „We are the borg“ beginnt, geschnitten hat)….Wie einfallsreich, offensichtlich glaubt man damit die Kontinuität zu erhalten...]
    Noch dazu kommt dass man vorher von den Produzenten versichert bekam, dass erklärt werden würde, warum Picard nichts von den Borg weiß. Fehlanzeige. Auch die Gruppe um Commander Shelby aus TNG: The best of Both Worlds / Angriffsziel Erde, fing auch von Null an; und was ist mit Picard in FC selbst? Oder ist das einer (der vielen) Zeitreisenprobleme, das er noch nichts in der Datenbank über den eigenen Vorfall hat? Ganz zu schweigen von Chocranes Rede in Princeton, bei der er kybernetische Wesen erwähnte die die Erde angriffen. Seltsam auch das Archer sich sofort daran erinnern kann und einen Querverweis in der Enterprise Bibliothek findet, während die Wissenschaftler im 24 Jhdt. alles komplette Nieten sein müssen, das sie nicht einen Verweis aus der Geschichte finden.

    Fast erscheint es kurios, das die Borg ein Signal losschicken konnten, das 200 Jahre später im Deltaquadranten eintrifft (Laut Archer existiert der Begriff Deltaquadrant schon….), denn es kann entweder der Kontinuität helfen, indem die Borg jetzt noch einen Grund bekamen in Richtung Erde vorzustoßen, oder es kann dieselbige stören, bedenkt man all die Dinge die passiert sind, bzw. all die Gegenstände die noch da sind, denn warum forscht die Föderation da nicht weiter, wenn sie wissen, das die Borg unterwegs sein werden? Die Borg sind laut den Hansens in VOY: The Raven / Der schwarze Vogel bzw. VOY: Dark Frontier / Die dunkle Grenze, ein Mythos. Hat man denn die Borg dann doch wieder vergessen?

    Der Titel der schlechtesten Hommage, geht zweifelsfrei an Reed mit seinem Sager: „The shielding of theirs was impressive, I might aswell have been firing holographic bullets.“ Natürlich auf Picards Holodeckzene in FC bezogen, aber vollkommen dämlich, wer würde das ganze Szenario mit holografischen Kugeln vergleichen, noch dazu da diese Technologie noch nicht existiert…

    Wertung:
    Die Folge war an sich so nicht schlecht, aber ich bin immer noch der Meinung, dass es nicht notwendig war auf die Borg zurückzugreifen. Diese Serie muss endlich auf die eigenen Beine kommen und nicht andere kopieren. Der Coolness Faktor der Borg täuschte nicht über Mängel hinweg.

    3,7 / 10
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